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01.07.26

Wurst, Wachstum, Wildenau: Wasner entwickelt Traditionsstandort weiter

Innviertler Produktionsbetrieb Kletzl nach Übernahme zukunftsfit gemacht

Die „Kletzerl“ sind zurück und mit ihnen neues Leben am traditionsreichen Produktionsstandort Wildenau in Aspach. Mit der Übernahme der bekannten und beliebten Marke sowie der Wiederaufnahme der Produktion vor knapp einem Jahr hat sich der Innviertler Betrieb zu einem wichtigen Standbein innerhalb der Unternehmensgruppe Wasner entwickelt. Investitionen, der Ausbau des Produktsortiments sowie die Rückkehr vieler erfahrener Mitarbeiter:innen bilden die Grundlage für die weitere Entwicklung des Standorts. Wasner setzt bei Kletzl bewusst auf die Verbindung von traditionellem Metzgerhandwerk, hohen Qualitätsstandards und Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben.

Die Übernahme der oberösterreichischen Metzgerei Kletzl war für das Familienunternehmen Wasner mit Sitz im bayrischen Bad Birnbach weit mehr als der Erwerb einer bekannten Marke. Die Entscheidung für Wildenau war zugleich ein klares Bekenntnis zu Standort und Region. Über 3,5 Mio. € wurden investiert und damit ein Produktionsstandort gesichert, der über Jahrzehnte die Wurstherstellung im Innviertel geprägt hat. Im August 2025 sind die Maschinen in Wildenau erstmals wieder angelaufen, seitdem wird das Produktsortiment Schritt für Schritt erweitert. Auf rund 5.000 Quadratmetern Produktionsfläche entstehen neben den bekannten „Kletzerln“ zahlreiche weitere Wurstspezialitäten für den österreichischen und auch den deutschen Markt. Die Hälfte der in Wildenau produzierten Produkte ist für den österreichischen Markt, die andere für Deutschland. „Wir sehen hier enormes Potenzial. Der Standort bietet gewachsenes Know-how, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie hervorragende Voraussetzungen für die Herstellung hochwertiger Wurstspezialitäten. Genau deshalb wollen wir hier langfristig investieren, weitere Arbeitsplätze schaffen und die regionale Wertschöpfung nachhaltig stärken“, betont Hannes Weber, Inhaber der Metzgerei Wasner.

Fokus auf Rohwurst, Leberkäse & Bratwürste

Der Schwerpunkt der Produktion in Wildenau liegt auf Rohwurstspezialitäten – einem Bereich, für den der Standort technisch ausgerichtet ist und in dem in den vergangenen Jahrzehnten besondere Kompetenz aufgebaut wurde.  Eine zentrale Rolle spielt dabei das „Kletzerl“, eine Ikone der österreichischen Jausenkultur. Zahlreiche Metzgereien haben im Laufe der Jahre versucht, die beliebte Hartwurst nachzuahmen, doch das Original blieb unerreicht. Für Hannes Weber liegt das nicht allein an der (Geheim-)Rezeptur, sondern am Zusammenspiel vieler Faktoren: von den Rohstoffen über die Reifung bis hin zur spezifischen Produktionsumgebung und dem handwerklichen Wissen der Mitarbeiter:innen. „Das ‚Kletzerl‘ ist weit mehr als ein Rezept. Viele Aspekte greifen ineinander, damit Geschmack und Qualität genau so entstehen, wie sie die Konsumentinnen und Konsumenten seit Jahrzehnten kennen. Das Original kann deshalb nur hier in Wildenau hergestellt werden“, ist Weber überzeugt.

Nächster Schritt: Steigerung der Produktion

Mit dem Comeback der „Kletzerl“ ist man bei Wasner zufrieden. Die Rückkehr in die österreichischen Supermarktregale verlief planmäßig, die Resonanz von Handel und Konsument:innen ist positiv. Nun liegt das Hauptaugenmerk auf dem Ausbau der Distribution und weiteren Listungen. Zum Neustart kamen die drei Sorten „Classic“, „Feurig“ und „Cheese“ in die Regale. Diese basieren auf Schweinefleisch, sind gluten- und laktosefrei sowie frei von Zusatzstoffen. Die handliche Portionsgröße macht die „Kletzerl“ zum unkomplizierten Snack für unterwegs oder zwischendurch. Seit kurzem ergänzt auch eine vegane Variante, die aus Erbsenprotein hergestellt wird, die „Kletzerl“-Range. Für Hannes Weber ist vegan kein Widerspruch zum traditionellen Metzgerhandwerk, sondern Ausdruck eines zeitgemäßen Verständnisses von Genuss. „Wir sind und bleiben Metzger aus Leidenschaft. Gleichzeitig beobachten wir die Entwicklungen am Markt sehr genau. Unser Anspruch ist es, für unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten attraktive Produkte anzubieten – immer mit dem Ziel, bestmöglichen Geschmack und höchste Qualität zu vereinen“, so Weber. Parallel dazu wird der Standort Wildenau als Kompetenzzentrum für Rohwurstspezialitäten innerhalb der Unternehmensgruppe Wasner weiter ausgebaut. Rund 70 % der Produktion entfallen mittlerweile auf Rohwurst und Salami, weitere 30 % auf Brühwurstprodukte und Leberkäse. Insgesamt werden monatlich 120 Tonnen Fleisch- und Wurstwaren für den österreichischen und den deutschen Markt produziert.

Der Mann hinter dem Kletzl-Neustart

Eine zentrale Rolle beim Neustart in Wildenau spielt Standortleiter Hermann Haider. Der gelernte Metzgermeister und Koch verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Fleisch- und Wurstwarenherstellung. Seine berufliche Laufbahn führte ihn von der Produktion über die Produktentwicklung bis in leitende Funktionen. Dadurch vereint er handwerkliches Fachwissen mit umfassender Erfahrung in der Organisation und Steuerung von Produktionsbetrieben. Mit Hannes Weber verbindet ihn eine langjährige berufliche Zusammenarbeit sowie ein gemeinsames Verständnis von Qualität, Verantwortungsbewusstsein und modernem Metzgerhandwerk. Heute verantwortet Haider als Betriebsleiter die Produktion in Wildenau und fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen der gewachsenen Kletzl-Tradition und der Weiterentwicklung des Standorts. „Hermann kennt Branche und Produkte. Er verbindet fachliche Kompetenz mit Führungsstärke. Genau solche Persönlichkeiten braucht es, um einen Standort erfolgreich weiterzuentwickeln“, ist Weber überzeugt.

Weiterentwicklung des Sortiments

Neben Qualität und handwerklicher Tradition spielt auch die Weiterentwicklung des Sortiments eine wichtige Rolle. Die Premium-Metzgerei Wasner gilt seit vielen Jahren als innovationsstarker Betrieb, der bestehende Produkte konsequent weiterdenkt und neue Markttrends aufgreift. Diesen Anspruch bringt Hermann Haider nun auch nach Wildenau. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, sagt der Standortleiter. Ziel sei es,

die Marke Kletzl behutsam weiterzuentwickeln, ohne ihre Identität zu verändern. Neue Produkte und Produktideen sollen künftig ebenso ihren Platz haben, wie die bekannten Klassiker. Unverändert bleibt dabei die Herkunft: Die Fleischrohstoffe stammen von regionalen Schlachthöfen, die Gewürzmischungen werden nach unseren Vorgaben bei einem Partnerbetrieb in Salzburg hergestellt.

Erfahrene Mitarbeiter:innen als Fundament

Für Hermann Haider stand nach der Übernahme vor allem eine Aufgabe im Mittelpunkt: ein starkes Team für den Neustart in Wildenau aufzubauen. Der erfahrene Metzgermeister setzte dabei bewusst auf die Menschen, die den Standort über viele Jahre geprägt haben und über ein Wissen verfügen, das sich nicht von heute auf morgen ersetzen lässt. Gemeinsam mit ihnen ist es gelungen, gewachsenes Know-how zu bewahren und gleichzeitig die Grundlage für die Weiterentwicklung des Betriebs zu schaffen. Neben der fachlichen Kompetenz war Haider vor allem eines wichtig: ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich die Mitarbeiter:innen langfristig wohlfühlen und mit dem Unternehmen identifizieren können.

Von den aktuell rund 35 Beschäftigten waren bereits 25 vor der Übernahme bei Kletzl tätig. Viele von ihnen verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Rohwurstproduktion und kennen die Produkte, Abläufe und Qualitätsstandards bis ins Detail. „Ihr Wissen war eine wesentliche Grundlage für den erfolgreichen Neustart und sorgt heute dafür, dass traditionelle Handwerkskunst und gewachsene Qualitätsstandards erhalten bleiben. Wir haben ein Team zusammengestellt, das Erfahrung und frische Impulse verbindet und die weitere Entwicklung des Standorts mitträgt“, unterstreicht Standortleiter Haider und ergänzt: „Maschinen lassen sich modernisieren, Produktionsstätten erweitern. Das Wissen, die Erfahrung und auch die Loyalität der Menschen sind durch nichts zu ersetzen.“ Mittelfristig soll die Belegschaft auf rund 60 Personen erweitert werden – ein Niveau, das an die stärksten Jahre des Betriebs anknüpft.

Zwei Regionen – ein Qualitätsverständnis

Zwischen Bad Birnbach, dem Stammsitz von Wasner in Bayern, und Wildenau in Oberösterreich liegen nur rund 40 Kilometer. Entsprechend „nahe“ sind sich auch die handwerklichen Traditionen und Qualitätsansprüche auf beiden Seiten der Grenze. „Die Bayern und die Innviertler unterscheiden sich vielleicht im Dialekt, aber nicht beim Anspruch an gutes Metzgerhandwerk. Qualität, Herkunft und Geschmack haben in beiden Regionen einen hohen Stellenwert“, ist Weber überzeugt. Diese gemeinsame Haltung war eine wichtige Voraussetzung für die Übernahme. Gleichzeitig bot der Standort Wildenau auch aus unternehmerischer Sicht großes Potenzial.

Am Stammsitz in Bayern war ursprünglich ein Ausbau der Produktionskapazitäten geplant. Mit der Übernahme von Kletzl konnte Wasner stattdessen auf einen bestehenden, für die Herstellung von Rohwurst und Salami spezialisierten Betrieb aufbauen. So wurde nicht nur eine traditionsreiche Marke für den österreichischen Markt gesichert, sondern zugleich zusätzliche Kapazität für das weitere Wachstum in Österreich und Deutschland geschaffen. Anstatt neue Flächen zu verbauen, setzt das Familienunternehmen bewusst auf die Weiterentwicklung vorhandener Infrastruktur und bestehender Ressourcen. „Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Marke Kletzl in Österreich und künftig auch in Deutschland nachhaltig etablieren, den Standort weiterentwickeln, die Produktionskapazitäten ausfüllen und ein bedeutender Arbeitgeber für die Region sein“, unterstreicht Eigentümer Hannes Weber.

Relaunch der Marke in vollem Gange

Das bisherige Marken-Erscheinungsbild von Kletzl wurde behutsam weiterentwickelt. Ausgangspunkt war dabei die Entdeckung, dass „Kletzl“ im Dialekt auch für ein freches Kind steht – eine Eigenschaft, die perfekt zum   Charakter der Marke passt. Aus dieser Idee entstanden die neuen „frechen Kletzerl“, die mit Augenzwinkern auf den Verpackungen zu finden sind und der Marke ein unverwechselbares Gesicht verleihen. Der neue Markenauftritt endet jedoch nicht bei der Verpackung: Rund um die „frechen Kletzerl“ entsteht eine eigene Markenwelt mit Geschichten, Charakteren und digitalen Formaten. So wurden beispielsweise verschiedene „Kletzerl“-Songs kreiert, über die die Community ab sofort auf Social Media abstimmen und den besten „Kletzerl“-Song wählen kann. So sollen die Konsument:innen aktiv in die Weiterentwicklung der Marke eingebunden werden.

Zahlen, Daten Fakten zum Standort Wildenau:

Übernahme: März 2025
Produktionsstart: August 2025
Investitionsvolumen: 3,5 Mio. €
Produktionsvolumen: 120 Tonnen / Monat

Zum Unternehmen

Die Metzgerei Wasner aus Bad Birnbach in Bayern versteht sich als Premium-Metzger, der Familie, Tradition, Herkunft und Qualität verbindet. Mit über 100 Jahren Erfahrung, modern weiterentwickelten Verfahren, regionalem Einkauf und überlieferten Rezepturen entstehen Wurstwaren von unverwechselbarer Qualität. Ein bewusster Umgang mit Ressourcen, höchste Sicherheitsstandards (IFS Food Standard, HigherLevel) und eine werteorientierte Philosophie – geprägt von Ehrlichkeit, Offenheit, Leidenschaft und Begeisterung für das Produkt – sichern diesen Anspruch. Die Produktion kann jederzeit besichtigt werden, ganz nach dem Motto von Inhaber Hannes Weber: „Genuss hat etwas mit allen Sinnen zu tun.“ Das Unternehmen beschäftigt 500 Mitarbeiter:innen und betreibt 80 eigene Verkaufsstellen.

 

Pressebild 1: Hannes Weber, Inhaber der Metzgerei Wasner (rechts) und Hermann Haider, Leiter des Standorts in Wildenau, haben den „Kletzerln“ zum Comeback verholfen.

Bildnachweis: Lisa Burck / Bazzoka / Abdruck honorarfrei!

Pressebild 2: Hannes Weber, Inhaber der Premium-Metzgerei Wasner im bayrischen Bad Birnbach, setzt am neuen Standort auf traditionelles Metzgerhandwerk.

Bildnachweis: Lisa Burck / Bazzoka / Abdruck honorarfrei!

Pressebild 3: Betriebsleiter Hermann Haider ist für die Weiterentwicklung von Produkt und Standort verantwortlich.

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Pressebild 4: Der Schwerpunkt der Produktion in Wildenau liegt auf Rohwurstspezialitäten, die für den österreichischen und den deutschen Markt hergestellt werden. Im Bild Inhaber Hannes Weber (li) und Betriebsleiter Hermann Haider.

Bildnachweis: Lisa Burck / Bazzoka / Abdruck honorarfrei!